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JAHRESRÜCKBLICK 2025

Rostock baut

Steigende Investitionen in Rostocks Stadtentwicklung

„Im vergangenen Jahr betreute die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS) ein Investitionsvolumen von über 40 Millionen Euro“, berichtet Oliver Buchholz, Geschäftsführer der RGS. „Für die Stadt Rostock schieben wir wichtige Stadtentwicklungsprojekte voran, die nunmehr auch durch erste bauliche Maßnahmen im Rostocker Oval sichtbar wurden. Für 2026 erwarten wir als RGS den Startschuss bei den Baumaßnahmen Warnowbrücke, Warnowquartier und dem nördlichen Warnow-Rund.“

Höhere Investitionen in 2025

Die RGS verantwortet zentrale Projekte in den Sanierungs- und Fördergebieten Stadtzentrum, Toitenwinkel, Dierkow, Lichtenhagen sowie im Rahmen des Rostocker Ovals. Im Jahr 2025 konnte das Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 45,2 Prozent gesteigert werden. „Einen wesentlichen Anteil an dieser Steigerung hatten die Projekte des Rostocker Ovals“, erläutert Oliver Buchholz.

Umsätze / Ausgaben in 20242025

Prozentuale 

Entwicklung

Stadtzentrum14,1 Mio. Euro16,2 Mio. Euro+ 14,9 %
Fördergebiete5,6 Mio. Euro6,7 Mio. Euro+ 19,6 %
Rostocker Oval8,6 Mio. Euro18,2 Mio. Euro+ 111,6 %
Gesamt28,3 Mio. Euro41,1 Mio. Euro+ 45,2 %

Im Jahr 2025 betrug der Anteil der Städtebaufördermittel ca. 15,2 Mio. Euro. Diese Mittel werden zu gleichen Teilen vom Bund, dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Hanse- und Universitätsstadt Rostock bereitgestellt. Darüber hinaus flossen zusätzliche Förderungen in Höhe von ca. 10 Mio. Euro aus Programmen von Bund und Land – unter anderem für die Projekte Warnowbrücke, WarnowQuartier und Stadthafen. Insbesondere bei der aktuellen Kaikantensanierung Kempowski-Ufer durfte sich die Stadt über einen neuen Förderbescheid in Höhe von ca. 11,9 Mio. EUR freuen, wovon allein im Jahr 2025 bereits 7 Mio. EUR in Anspruch genommen wurden. Die Stadt Rostock übernahm einen wichtigen Teil der Kostentragung, um die Vorhaben finanziell abzusichern.

 

 

Mehr als 16 Mio. Euro für das Sanierungsgebiet Stadtzentrum

Im Jahr 2025 flossen über 16 Mio. Euro in die Entwicklung des Sanierungsgebiets „Stadtzentrum“. Die Mittel wurden unter anderem für die umfassende Umgestaltung und Erneuerung von Straßen und Wegen im Auftrag der RGS eingesetzt. Dazu zählt die grundhafte Sanierung des östlichen Bereiches „Beim Kuhtor“, die nach rund 16 Monaten Bauzeit Ende Oktober 2025 abgeschlossen wurde.

Den größten Anteil der Städtebaufördermittel verwaltete die RGS für die zwei aktiven Baumaßnahmen, den Rathausanbau und den Theaterneubau, welche im Auftrag des „Eigenbetrieb Kommunale Objekt­bewirtschaftung und -entwicklung der Hanse- und Universitäts­stadt Rostock“ (KOE) durchgeführt werden. 

Planungen und vorbereitende Maßnahmen zur Gestaltung des Umfeldes des neuen Theaters sowie des Bussebarts wurden in Teilbereichen fortgesetzt. In einem nächsten Schritt ist die Herstellung der Zufahrt zur Platzfläche und zum Theaterneubau (Abzweig Am Kanonsberg) vorgesehen. Die Planungen laufen bereits, der Baubeginn ist für 2027 geplant. 

Im Stadtzentrum sind für die kommenden Jahre folgende Projekte vorgesehen:

Freiflächen- und Verkehrsanlagenplanungen 

Voraussichtlicher Baustart

Brücke am Bleichergraben

2026

Neugestaltung der Krämerstraße inkl. Kreuzungsbereich Grubenstraße

2027

Umfeld Rathauserweiterung An der Hege

2027

Platz am Bussebart – Abzweig Am Kanonsberg

2027

Strandstraße (Westabschnitt)

2027

Uferpark am Bleichergraben

2028

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rund 7 Mio. Euro für lebenswerte Quartiere

Durch die Programme der Städtebauförderung „Die Soziale Stadt“, „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ [OB1] wird die Lebens- und Wohnqualität in den Fördergebieten kontinuierlich verbessert.

Rund 40.000 Einwohner in Toitenwinkel, Dierkow und Lichtenhagen profitieren von den Maßnahmen der Städtebauförderung. Allein im Jahr 2025 flossen im Auftrag der RGS ca. 10,9 Mio. Euro in Baumaßnahmen sowie in die Quartiersarbeit vor Ort, um Begegnung, Teilhabe und ein starkes Miteinander zu fördern. Der Förderzeitraum in Toitenwinkel und Dierkow endet zum 31. Dezember 2026. Bis dahin werden noch städtebauliche Maßnahmen umgesetzt.

In Toitenwinkel wurden im Jahr 2025 folgende Baumaßnahmen fertiggestellt:

  • Umgestaltung Kastanienweg
  • Umgestaltung Weidendamm
  • Ergänzung eines inklusiven Spielgerätes im Bürgerpark (Bürgerprojekt)

Im Jahr 2026 werden der Gehweg in der Martin-Niemöller-Straße, der Toitenwinkler Stern sowie die Fußwege am Ortsamt umgestaltet. Aus den Bürgerprojekten aus 2024 und 2025 sind eine Jugendhütte als Treffpunkt sowie die Pflanzung von Obstbäumen und -sträuchern in Planung.

 

In Dierkow wurden im Jahr 2025 die Gehwege Dierkower Höhe und Theodor-Heuss-Straße erneuert. Begonnen wurde im vergangenen Jahr mit der Umgestaltung der Grünflächen Gutenbergstraße, die Mitte 2026 fertiggestellt sein sollen. Weitere städtebauliche Maßnahmen sollen in diesem Jahr umgesetzt werden: 

  • Erneuerung des Geh- und Radweges Lorenzstraße
  • Umgestaltung Hartmut-Colden-Straße (ehemals Bürgerprojekt 2023)
  • Erneuerung des Spielplatz Dierkow Hof (Bürgerprojekt 2024)
  • Sichere Querung Kurt-Schumacher-Ring (Bürgerprojekt 2025)

 

In Lichtenhagen wurden im vergangenen Jahr  die Grabower Straße saniert und fertiggestellt und die Fläche der Kirchgemeinde begradigt. Mitte des Jahres wurde das Verkehrskonzept Lichtenhagen beschlossen, sodass in den kommenden Jahren einzelne Maßnahmen umgesetzt werden können. Die Bauarbeiten zu folgenden Vorhaben sollen in diesem Jahr beginnen:

  • 1. Bauabschnitt Park Lichtenhagen (Fitnessband)
  • 2. Bauabschnitt Park Lichtenhagen (Teich)
  • Beleuchtung Lichtenhagen
  • Sonnenschutz Spielplatz am Brink (Bürgerprojekt 2024)
  • Spiel und Sport am Brink (Bürgerprojekt 2025)

Für folgende Projekte haben die Planungen begonnen bzw. werden fortgeführt:

  • Erneuerung der Mecklenburger Allee
  • Anbindung der Mecklenburger Allee an die B 103
  • Toiletten im Park Lichtenhagen
  • Erneuerung Geh- und Radweg Flensburger Straße 1 -7

 

Im Jahr 2026 werden die Vorbereitungen, um künftig Lütten Klein in die Städtebauförderung aufzunehmen, weiter vorangetrieben. Geplant ist ein Bürgerschaftsbeschluss im 3. Quartal des Jahres 2026 und die Einreichung der Antragsunterlagen bei der Programmbehörde, dem Innenministerium M-V.

 


 

Rostocker Oval

Das WarnowQuartier, die Warnowbrücke, der Stadthafen, die Regattastrecke und das Warnowrund zählen zu den Projekten des Rostocker Ovals, die das Stadtbild und die Lebensqualität für die Rostocker und Besucher aufwerten und zu einer höheren Funktionalität und Nutzbarkeit der Gebiete im Bereich der Unterwarnow führen. 

Um das Modellvorhaben und die Finanzierung für das WarnowQuartier zu sichern, befassen sich die Rathausspitze, Vertreter*innen der Bürgerschaft, des Bundes und der RGS zu Beginn des Jahres mit konkreten Verfahrensmöglichkeiten. Wird man sich für ein Fortbestehen im Modellvorhaben des Bundes entscheiden, sollen im 4. Quartal 2026 die umfassenden Arbeiten für die Erschließung, u. a. mit der Beauftragung der Gründungsarbeiten, beginnen. Im gleichen Zuge soll dann auch die Vermarktung im Jahr 2026 weiter vorbereitet werden, sodass insbesondere im Jahr 2027 die Vermarktung der Grundstücksflächen durchstarten kann. 

Im Stadthafen wird die Kaikantensanierung am Kempowski-Ufer voraussichtlich bis Sommer 2026 fertiggestellt. Des Weiteren werden im Frühjahr 2026 die Realisierung der Rechtsabbiegerspur bei der L22 in Richtung Stadthafen beauftragt sowie im 2. Quartal 2026 die Neu- und Umverlegung von zwei Regenwasserkanälen bzw. -ausläufen. 

Mit dem wesentlichen Abschluss des Planfeststellungsverfahrens der Warnowbrücke wird Ende des 2. Quartals 2026 gerechnet. Liegt die Genehmigung vor, wird die Bauausschreibung des Hauptloses „Brückenbau“ im 3. Quartal 2026 abgeschlossen. Im Anschluss können die Arbeiten für den Brückenbau beginnen.

Auch im nördlichen Warnow-Rund sollen 2026 die Bauarbeiten starten. Sie umfassen den Weg zwischen Hechtgraben- und Speckgraben-Brücke sowie die Freiflächen auf der Uferseite Dierkow/Gehlsdorf. Der Warnow-Rundweg am Stadtpark umfasst ca. 1,2 km Teil des Geh-, Rad- und Wanderweges rund um die Warnow und wird mit Hilfe von Städtebaufördermitteln finanziert.

 

 

Groter Pohl

Auch am Groten Pohl in der Südstadt wird die Entwicklung forciert. Für 2026 sind Grundlagenermittlungen und konkrete Vorplanungen vorgesehen. Das zweistufige EU-weite Vergabeverfahren dieser Planungsleistungen wird die RGS voraussichtlich noch im Januar 2026 starten. 

 

 

Gewerbegebiet im Fischereihafen

Das historische Gelände des ehemaligen Schlachthofes im Rostocker Fischereihafen in Marienehe soll zu einem neuen Gewerbegebiet entwickelt und erschlossen werden. Im Jahr 2026 ist im Auftrag der Hanse- und Universitätsstadt Rostock geplant, die Erschließungsplanung über die RGS zu vergeben und zu starten.