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WETTBEWERBE

Wie können die Maßnahmen am besten umgesetzt werden?

Durch Planungswettbewerbe sollen die besten Lösungen für Bauvorhaben oder Entwicklungsprojekte gefunden werden.

AKTUELLE WETTBEWERBE

Derzeit stehen keine Wettbewerbe an.

ABGESCHLOSSENE WETTBEWERBE

NEUBAU VOLKSTHEATER: HOCHBAULICHER PLANUNGSWETTBEWERB

Bei dem ausgelobten Vergabeverfahren handelte es sich um einen nichtoffenen anonymen Realisierungswettbewerb mit EU-weiter Bekanntmachung, vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren und sich anschließendem Verhandlungsverfahren.

Aus dem Bewerbungsverfahren wurden zehn Teilnehmer für das Wettbewerbsverfahren ausgewählt. Die zugelassenen Arbeiten wurden von einem Preisgericht in einer Jurysitzung am 16. September 2019 unter folgenden Gesichtspunkten bewertet:

1. Nutzungs- und Grundrisskonzept
  • gestalterische und räumliche Qualität
  • Berücksichtigung aller Funktionen des Raumprogrammes
  • Flexibilität der Nutzungseinheiten
  • Erschließungskonzept
  • Transport und Logistik
     
2. Wirtschaftlichkeit
  • kostenbewusste Umsetzbarkeit, Betrieb, Unterhaltung und Nutzung
  • sehr gutes Verhältnis von Baukosten zur Brutto-Grundfläche
     
3. Städtebau
  • Ablesbarkeit der städtebaulichen Idee
  • Wirkung des Objektes als Solitär
  • einladende Gestaltung der Fassade von allen Betrachtungsseiten
     

Maßgeblich für die Bewertung der Entwürfe war die hohe gestalterische Qualität zeitgemäßer Architektur ebenso wie eine energieeffiziente Planung und in besonderem Maße die Beachtung kostengünstigen Bauens. Unter den zugelassenen Arbeiten hatte die Jury drei Preisträger ausgewählt, die am Verhandlungsverfahren teilgenommen haben.

Nachfolgende Preisträger wurden von der Jury am 16. September 2019 in Rostock ermittelt, die Abstimmung erfolgte einstimmig.


1. PLATZ  
Hascher Jehle Assoziierte GmbH  
(Berlin, Deutschland) 
  • Staffelung des Volumens – Bezug zum Bestand und als Erinnerung an historische Gebäude 
  • begehbare Gebäudeskulptur mit geschwungenen, gegeneinander versetzten Volumen
  • Bühnenturm: zweischaliger Baukörper mit transparenter Hülle und opakem Kern
  • Hauptzugang von Osten über Theaterplatz
  • Gastronomie auf Ebene 5 mit Blick auf den Stadthafen, Erschließung über Haupteingang, optional Gastronomie auf dem Dach des Bühnenturms

2. PLATZ
Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH 
(Stuttgart, Deutschland)
  • Ergänzung Torsituation Eingang Lange Straße
  • gläserner schimmernder Kubus aus verschiedenen Glasbausteinen, Entmaterialisierung durch Reflexion des Lichts am Tag
  • vier einheitliche Fassaden
  • Hauptzugang von Osten über Theaterplatz
  • Gastronomie: Lange Straße mit Blick auf Lange Straße, Zugang von Süden
  • Dachbegrünung vorgesehen

3. PLATZ
pfp architekten bda
(Hamburg, Deutschland)
  • von innen herausstrahlender Theatersolitär und große auskragende Kuben
  • Fassaden aus geschosshohen Raumverglasungen und transluzenten Glasbausteinen – Fassaden mit beweglichen Fassadenscreens
  • Hauptzugang von Osten über Ecke Lange Straße/ Theatervorplatz
  • Gastronomie: EG-Niveau Lange Straße mit Blick auf den Stadthafen mit vorgelagerter Terrasse

WEITERE TEILNEHMER

Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH
(Bregenz, Österreich)

  • kubischer Baukörper mit 4-seitig gleichen Vor-/Rücksprüngen und umlaufenden Terrassen
     
  • Keramikpailletten, die an das Wappen der Stadt erinnern, generieren unterschiedliche Licht­reflektionen auf der Fassade
     
  • großzügiges Foyer über mehrere Etagen
     
  • Hauptzugang von Osten über Theaterplatz
     
  • Gastronomie: EG Lange Straße mit Blick auf den Stadthafen

Max Dudler Architekten AG
(Berlin, Deutschland)

  • moderne Transformation der Urform des Theaters, dem runden Amphitheater
     
  • ein gleichermaßen einladendes Gesicht zu allen Seiten der Stadt
     
  • einheitliche umlaufende Klinkerfassade, nach oben zurückspringend
     
  • Hauptzugang von Osten über Theaterplatz
     
  • Gastronomie: Ebene Bussebart mit Blick auf den Stadthafen, Zugang von Norden

gmp Generalplanungsgesellschaft mbH
(Berlin, Deutschland)

  • Baukörper als ein über einem Sockel auskragender Lichtkörper konzipiert
     
  • Das Gebäude öffnet sich mit einem großzügigen Foyer zur Stadt und mit dem großen Fenster der Raumbühne zum Stadthafen und zur Warnow.
     
  • Hauptzugang von Osten über Theaterplatz, zusätzlicher Zugang von Westen über die Lange Straße
     
  • Gastronomie auf EG-Niveau Lange Straße mit Blick auf den Stadthafen

asp Architekten GmbH
(Stuttgart, Deutschland)

  • gläserne Hauptfassade zum Hafen – Erschließungsfigur als plastischer Baukörper von außen sichtbar
     
  • Hauptzugang von Nord/Osten über Theaterplatz, weitere Zugänge Foyer und Lounge/Bar über Terrasse
     
  • Gastronomie in vielen kleinen Bereichen, Hauptbereich Ebene 7 mit Blick auf Stadthafen, Zugang vom Theaterplatz
     
  • Dachbegrünung

ARCHITECTURE-STUDIO 
(Paris, France)

  • großflächiger Fassadenaufbruch im Erschließungsbereich – Spange zwischen den zwei dynamischen Baukörpern
     
  • Vorhangfassade aus Kupferlegierung
     
  • unterschiedliche Dachneigungen ermöglichen stufenförmige Dachterrassen
     
  • Hauptzugang von Osten über Theaterplatz
     
  • Plateau über die Freitreppe gezogen, Treppe taucht weg
     
  • Gastronomie im 8. OG mit Terrasse mit Blick auf den Stadthafen
     
  • Bistro auf EG-Niveau Lange Straße mit Blick auf den Stadthafen

DFZ Architekten GmbH 
(Hamburg, Deutschland)

  • definierter Kubus durch einheitlich strukturierte Fassade
     
  • je Fassadenseite großflächige Einschnitte „Stadtfenster“
     
  • Hauptzugang von Osten über Theaterplatz, Eingangs­bereich als offenes Tor, eingerückt
     
  • Gastronomie Ebene EG Lange Straße, Blickrichtung Lange Straße

vielmo architekten gmbh
(Berlin, Deutschland)

  • Typik eines Theaters herausgestellt mit Haupt­baukörper und Turm
     
  • neuer Hauptplatz nach Westen
     
  • gläserne Hauptfassade – Saal des Großen Hauses als plastischer Baukörper von außen sichtbar („Instrumenten­körper“ aus Holz und Sichtbeton)
     
  • Gastronomie: EG-Niveau Lange Straße in Richtung Westen, Café EG-Niveau Lange Straße in Richtung Süden

PREISGERICHT/JURY

Fachpreisrichter
Prof. Ulrike Lauber, Architektin, München
Anke Schettler, Architektin, Weimar
Prof. Manfred Ortner, Architekt, Berlin
Prof. Volker Droste, Architekt, Oldenburg
Peter Eickholt, Architekt, Neckarsteinach
Torsten Ruwoldt, Architekt, Rostock
Maik Buttler, Architekt, Rostock

Sachpreisrichter
Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister der Hanse- und Universitäts­stadt Rostock
Ralph Reichel, Intendant Volkstheater Rostock
Sigrid Hecht, Bauherrin, Eigenbetrieb Kommunale Objekt­bewirtschaftung und -entwicklung der Hanse- und Universitäts­stadt Rostock (KOE)
Rainer Albrecht, amtierender Aufsichtsrats­vorsitzender RGS
Helge Bothur, Bau- und Planungs­ausschuss
Andreas Herzog, Vorsitzender Ortsbeirat Stadtmitte

Stellvertretender Fachpreisrichter
Claus Sesselmann, Architekt, Rostock

Stellvertretender Sachpreisrichter
Andreas Rieck, KOE, Bauherr

 

ARCHITEKTURWETTBEWERB TEILNEHMENDE ENTWÜRFE

Im Anschluss an den hochbaulicher Planungswettbewerb wurden die teilnehmenden Entwürfe öffentlich ausgestellt.

Der Eigenbetrieb KOE Rostock ging anschließend mit den drei Preisträgern zur Umsetzung des Theaterneubaus in die Verhandlungen. Mit einem der Büros wird zunächst bis zu Genehmigungsplanung ein Planungsvertrag geschlossen.

Die Kriterien für die Entscheidung des Verhandlungsverfahrens waren:

  • zu 40 Prozent das Ergebnis des Planungswettbewerbes
  • zu 50 Prozent die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes und die damit verbundene Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens
  • zu 10 Prozent die Honorarvorstellung der Planer

Das Verhandlungsverfahren wurde mit einer Entscheidung des KOE-Betriebsausschusses zum Abschluss gebracht. Mit dieser Entscheidung konnte das Architekturbüro vorbereitende Planungen treffen.

protokoll-preisgerichtssitzung.pdf
broschuere-theaterwettbewerb.pdf