Wasserseitige Kampfmittelbergung für Warnowbrücke abgeschlossen
13.02.2026 | Rostocker Oval




Bis Anfang Februar wurden im Bereich des Stadthafens, Höhe Christinenhafen, in der Unterwarnow umfangreiche Bergungsarbeiten zur Identifizierung und Räumung möglicher Kampfmittel durchgeführt. Insgesamt 14 Verdachtspunkte waren im Vorfeld durch Sondierungsmaßnahmen aufgefallen und mussten geprüft werden.
Um Aufwirbelungen von Schlick im sensiblen Uferbereich an der Kaikante zu vermeiden, kam erstmals ein sogenannter Schlickvorhang zum Einsatz. „Das war auch für uns Neuland“, berichtet Hannes Schempp, Kampfmittelbergungstaucher der Hansataucher GmbH. „Die hohen Minusgrade waren dabei eine besondere Herausforderung.“ Allein in dem Abschnitt im Bereich der Kaikante wurden zwölf Verdachtspunkte untersucht. Zwei weitere lagen in größerer Tiefe – genau dort, wo später die Pfeiler der geplanten Warnowbrücke errichtet werden sollen.
Die Aufgabe der Taucher bestand darin, die verdächtigen Objekte zu identifizieren und zu bergen. Bei den Arbeiten wurden zahlreiche Metallgegenstände aus dem Wasser geholt: von Fahrrädern und Kinderwagen über verschiedene Kabelreste bis hin zu einem Absperrpoller. Kampfmittel wurden nicht gefunden.
Die Kampfmittelarbeiten fanden in Vorbereitung für den Bau der neuen Warnowbrücke statt und wurde durch Hansataucher GmbH durchgeführt. Die Kosten der Sondierung und Bergung betrugen in etwa 900.000 €. Das Baufeld ist nun vollständig gesäubert, um einen sicheren Ablauf der späteren Baumaßnahmen zu gewährleisten. Derzeit wird auf den Abschluss des Planfeststellungsverfahrens für die Warnowbrücke durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern gewartet. Für den Bau der Warnowbrücke läuft derzeit das Genehmigungsverfahren und auch die Bauausschreibung ist bereits gestartet. Der Baubeginn wird im 2. Halbjahr dieses Jahres erwartet.
Die zukünftige Warnowbrücke wird den Stadthafen mit Gehlsdorf verbinden und als moderne Fuß- und Radwegebrücke die Mobilität im Stadtgebiet Rostock deutlich verbessern. Das rund 600 Meter lange Bauwerk wird über einen etwa 25 Meter langen Klappmechanismus verfügen, der ein Öffnen der Brü-cke für den Schiffsverkehr ermöglicht.