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Neue Quartiersmanagerin für Lichtenhagen

16.01.2026  |  Lichtenhagen

Julia Wenzel im Einsatz für einen sozialen Zusammenhalt und ein Miteinander

Frau mit langen blonden Haaren, hellblauem Oberteil, weißer Strickjacke, schwarzer Hose und hellen Stiefeln steht vor einer bunten Wand mit Graffiti und stilisierten Gebäuden

Das Stadtteilbüro Lichtenhagen am Lichtenhäger Brink 10 ist die zentrale Anlaufstelle für alle Bewohner des Stadtteils. Hier finden regelmäßig Angebote statt – wie das offene Stadtteil-Café, das sich seit über anderthalb Jahren etabliert hat und jeden Freitag zahlreiche Besucher anzieht. Seit dem 1. Januar 2026 gibt es ein neues Gesicht im Stadtteilbüro: Sozialarbeiterin Julia Wenzel übernimmt die Aufgaben der Quartiersmanagerin und tritt damit in die Fußstapfen von Lisa Radl. Gemeinsam mit Adelwin Südmersen, der sich künftig wieder voll auf das Projekt „Älter werden in Lichtenhagen“ konzentrieren kann, wird sie die Anlaufstelle für die Menschen im Stadtteil stärken. Das Quartiersmanagement wird im Rahmen der Städtebauförderung über das Programm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ unterstützt und verfolgt genau dieses Ziel.

Julia, welchen beruflichen Werdegang hattest du bisher?
Meine ersten Berufserfahrungen habe ich im Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe gesammelt. Später war ich für die Rostocker Stadtverwaltung tätig. Im Amt für Soziales und Teilhabe habe ich im Projekt MOiNS (Menschen vor Obdachlosigkeit intelligent schützen) neue Ansätze auf den Weg gebracht, um die Zahl der Wohnungslosen in Rostock zu reduzieren. Zuvor habe ich drei Jahre im Gesundheitsamt gearbeitet und Menschen in schweren psychischen Krisen begleitet.
 

Welche Stärken bzw. Interessen bringst du mit?
In unübersichtlichen Situationen kann ich einen kühlen Kopf bewahren. Durch meine Arbeit mit Menschen in schweren Problemlagen habe ich ein größeres Interesse für gesellschaftliche Zusammenhänge entwickelt. Als Quartiersmanagerin möchte ich mich dafür einsetzen, die soziale Integration im Stadtgebiet zu fördern und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
 

Hast Du bereits Ideen, wie du das Quartiersmanagement in Lichtenhagen weiterentwickeln möchtest?
Ich bin sehr beeindruckt von den verschiedenen Angeboten, die es hier bereits gibt und mit sehr viel Herzblut von den Ehrenamtlichen betreut werden. Ich sehe es als wichtige Aufgabe für mich, die vorhandenen Angebote zu stärken und bei geplanten Veranstaltungen wie z. B. dem Kirschblütenfest am 25.04.2026 tatkräftig zu unterstützen. Als Schnittstelle zwischen den Bewohnern und lokalen Akteuren möchte ich sicherstellen, dass die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen vor Ort gehört werden und wir gemeinsam Lösungen entwickeln, die langfristig zu mehr Lebensqualität im Stadtteil führen.


Was ist Dir hinsichtlich Deiner neuen Tätigkeit besonders wichtig?
Eine Atmosphäre des Miteinanders zu schaffen, in der sich alle, unabhängig von Herkunft oder sozialer Situation, wertgeschätzt und willkommen fühlen. Ich möchte einen stärkeren Fokus auf die Angebote für Kinder und Jugendliche legen. Junge Menschen brauchen Räume zur Entfaltung, die es ihnen ermöglichen, ihren Lebensraum aktiv mitzugestalten.

Worauf freust Du Dich am meisten?
Gespräche führen, zuhören, Anliegen aufnehmen und gemeinsam Ideen für den Stadtteil entwickeln. Die Nähe zu den Menschen macht die Arbeit für mich besonders lebendig. Ich freue mich darauf, kleinere Projekte über den Verfügungsfonds im Stadtteil zu realisieren und die Lichtenhäger dabei zu begleiten.
 

Wie gehst Du das Kennenlernen in Lichtenhagen an?
Von den Mitarbeitenden der RGS und den Ehrenamtlichen wurde ich bereits sehr herzlich empfangen. Mein Kollege, Adelwin Südmersen, ist eine große Unterstützung bei der Koordinierung der Kennenlerntermine mit den Menschen im Stadtteil. Bald begleite ich ihn auch auf einer Runde mit dem Plaudermobil.
 

Kannst Du uns, noch etwas zu Deiner Person verraten?
Ich bin eine Tierfreundin und habe zwei Katzen. Da ich in Berlin aufgewachsen bin, weiß ich außerdem die Nähe zum Strand sehr zu schätzen und gehe gern dort spazieren.
 

Was ist dein Lieblingskuchen? Womit könnte man dich an einem Freitag im Stadtteil Café überraschen?
Mit Kuchen kann man mir immer eine Freude machen und ich backe auch gern für andere. Käsekuchen ist super (für mich am liebsten ohne Rosinen).