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Gestaltungsplan (PDF, 7 MB)

Das Gebiet Östlich der Stadtmauer zwischen den Kirchen St. Nikolai und St. Petri entwickelt sich zu einem attraktiven Wohngebiet.
Blick von Osten über den nördlichen Teil des Petriviertels. Wo jetzt das Wasserbecken, die Sportanlagen und der Parkplatz zu sehen sind, standen früher ungenutzte Gewerbeanlagen.
Übersicht der Baufelder und Zeitpunkt der Wettbewerbe

Petriviertel: Wohnen zwischen Altstadt und Warnow

Neues Quartier für höchste Ansprüche

Wo einst Gerber und Bruchfischer zu Hause waren, wo kleine Handwerksbetriebe und in den letzten Jahren eine Brache das Bild bestimmten, entsteht seit 2010 das Rostocker Petriviertel. Die Hansestadt Rostock schließt damit nicht nur eine städtebauliche Lücke am östlichen Stadtrand, sondern entspricht auch der wachsenden Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum in guter Lage: auf ca. 5,4 Hektar Fläche entstehen in den nächsten Jahren rund 450 Wohnungen, ein Parkhaus, ein Kindergarten und eine Sporthalle. 

Die Überlegungen, östlich der Stadtmauer und damit eingebunden in die städtebauliche Gesamtmaßnahme "Sanierungsgebiet Stadtzentrum Rostock" ein hochwertiges Wohngebiet zu entwickeln, gab es bereits Mitte der 90er-Jahre. Bis zur Konkretisierung und Umsetzung der Pläne, in die auch Ideen des europäischen Städtebau- und Architekturwettbewerbs EUROPAN 9 einflossen, musste jedoch viel Vorarbeit geleistet werden. Schließlich ermöglichte neben dem finanziellen Engagement der Hansestadt Rostock vor allem der konzentrierte Einsatz von Städtebauförderungsmitteln sowie Mitteln der EU die erforderliche aufwändige Erschließung und anspruchsvolle Gestaltung des Gebietes. Die RGS führte als treuhänderischer Sanierungsträger das Projekt durch, war für die Vermarktung der Flächen verantwortlich und koordinierte auch die Hochbau- und Freiflächenwettbewerbe für die Entwicklung des Viertels gemeinsam mit dem Projektbeirat.

Stadt- und Apartmenthäuser in grünem Umfeld

Mit einer Grundstücks- bzw. Baufeldgröße zwischen 300 m2 und 7.000 m2 Größe wurde im Petriviertel sowohl den Bedürfnissen von Großinvestoren wie Wohnungsunternehmen, aber auch von privaten Bauherren entsprochen. Der B-Plan sowie das Gestaltungshandbuch sah entsprechend Gebäude mit variabler Bautypologie in Form von Stadt-, Mehrfamilien- und Apartmenthäusern mit bis zu 100 Wohneinheiten vor. Begrünte Innenhöfe, ein Kanalsystem, das die Straßen begleitet und mit der Warnow verbindet, und der naturnah gestaltete Uferbereich mit drei interessanten Kunstwerken garantieren außerdem hohe Wohnqualität. 

Besonderes Augenmerk galt aufgrund der Lage an der Warnow dem Hochwasserschutz. Die neuen Straßen haben eine Höhe von 2,50 Meter über Null; die Wohnebenen der Häuser entlang der neuen Straßen beginnen sogar erst auf 3,10 Metern. Unter ihnen liegen die Tiefgaragen und sonstige Nebenräume. Die Neubauten am historischen Gerber- und Fischerbruch werden auf jetzigem Niveau errichtet, sind aber im Hochwasserfall über einen höher liegenden Verbindungsweg zu erreichen. 

Hochbaustart 2013

Die Nachfrage zum Petriviertel zeigte, dass die städtebaulichen Pläne den Vorstellungen potentieller Bauherren entsprachen. Nachdem die RGS im Auftrag der Stadt im Sommer 2010 die ersten großen Baufelder offeriert hatte, dauerte es nur wenige Monate, bis rund 75 Prozent der Flächen reserviert waren. Im Sommer 2011 war der erste Wettbewerb für eines der großen Baufelder abgeschlossen, so dass 2013 der Investor mit dem Hochbau beginnen konnte. Heute ist die gesamten Grundstücksfläche von rund 31.250 Quadratmetern verkauft. Der Hochbau auf den letzten beiden großen Baufeldern kann nach Erteilung der Baugenehmigungen erfolgen.