Der Speicher Schnickmannstraße 14 ist liebevoll restauriert. Fördermittel für die Modernisierung- und Instandsetzung haben das Vorhaben unterstützt.
Die Sanierung des ehemaligen Getreidespeichers Mühlendamm 8a wurde mit dem Bauherrenpreis gewürdigt.

Städtebauförderung von Bund, Land und Kommune

Seit 1971 fördern Bund und Länder mit nahezu gleichen Kostenanteilen die Erneuerung und Entwicklung von Innenstädten und Stadtteilen. Die Hansestadt Rostock erhielt von 1991 bis Ende 2015 rund 199 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln. Davon kamen 146 Millionen Euro vom Bund und vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt selbst steuerte bis Ende 2015 ca. 53 Millionen Euro als Eigenanteil an Städtebauförderungsmitteln bei. Darüber hinaus wurden die Privatisierungserlöse für die städtischen Grundstücke im Sanierungsgebiet, aber auch die Stellplatzablösebeträge und die Ausgleichsbeträge zur Finanzierung der Sanierungsmaßnahme verwendet.

Der Einsatz der Fördermittel setzt voraus, dass die Gemeinden ein abgegrenztes Sanierungsgebiet förmlich festlegen. Dieses Gebiet wird dann durch den konzentrierten Einsatz von Städtebaufördermitteln, gemeindlichen Eigenmitteln und anderen öffentlichen Fördermitteln aufgewertet. Dazu gilt es, städtebauliche Missstände zu beheben und die Wohn- und Arbeitssituation der Einwohner zu verbessern.


Durch die öffentliche Sanierung steigt vor allem die Wohnqualität in den Fördergebieten, was wiederum private Investitionen im Wohnungsbau und gewerbliche Ansiedlungen attraktiver macht. Der Städtebauförderung wird deshalb eine Initialzündung auf das private Investitionsverhalten zugesprochen. Grundlage der Förderung sind das Baugesetzbuch, die aktuelle Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern sowie die Förderrichtlinien des Landes.

Stadt erhebt Ausgleichsbetrag von Grundstückseigentümern

Nach Fertigstellung der städtischen Sanierungsmaßnahmen erhebt die Stadt von den Grundstückseigentümern einen Ausgleichsbetrag. Sie kommt damit ihrer gesetzlichen Pflicht nach. Der Ausgleichsbetrag entspricht dem gutachterlich festgestellten Wert, um den sich der Bodenwert des Grundstücks durch die städtischen Sanierungsmaßnahmen erhöht hat. Mit den erhobenen Ausgleichsbeträgen finanziert die Kommune wiederum weitere Vorhaben der Stadtsanierung.

Das Informationsblatt zum Ausgleichsbetrag können Sie runterladen.

Burgwall 30
Koßfelderstraße 5-7
Küterbruch 9

Förderung für private Bauherren in der Städtebauförderung

Förderung der Modernisierung und Instandsetzung
Die Hansestadt Rostock fördert Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an der Außenhülle von Gebäuden wie Dach, Fenster, Fassade, Bauwerksabdichtung u. ä.. Gewährt werden Zuschüsse in Höhe von bis zu 25 Prozent der förderfähigen Kosten.
Antragsberechtigt sind Eigentümer bzw. sonstige dingliche Verfügungsberechtigte von privaten Grundstücken im Sanierungsgebiet.
 
Voraussetzung für eine Förderung sind ein Beratungsgespräch des Antragstellers mit der RGS, ein Modernisierungs- und Instandsetzungsgutachten sowie der Abschluss einer Modernisierungs- und Instandsetzungsvereinbarung zwischen dem Antragsteller und der RGS.

Neubauförderung
Neben der Modernisierung und der Instandsetzung des Gebäudebestandes ist es auch ein erklärtes Ziel der Stadtentwicklung, bestehende Brachen, Baulücken und untergenutzte Grundstücke neuen Nutzungen zuzuführen. Im Sanierungsgebiet gibt es hierbei ebenfalls attraktive Fördermöglichkeiten.
Ein besonderes Instrument der Förderung in der Hansestadt Rostock wird durch die „Initiative Neues Wohnen in der Innenstadt – Zurück in die City. Schließung innerstädtischer Baulücken“ zur Verfügung gestellt.  Hier erhalten Baulückenbesitzer und potenzielle Bauherren auf Antrag fachliche und finanzielle Unterstützung. Die finanzielle Unterstützung kann bei bis zu 10.000 € für die Planungsleistungen und bis zu 150 EUR/m² Nutzfläche (bis max. 360 m²) für die Umsetzung der Baumaßnahme liegen.
Voraussetzung für eine Neubauförderung ist, dass sich das künftige Wohnhaus innerhalb des Sanierungsgebietes "Stadtzentrum Rostock" befindet. Um die Förderung für die "Initiative Neues Wohnen in der Innenstadt" in Anspruch nehmen zu können, muss der Antragsteller das künftige Wohnhaus selbst nutzen.

Weitere Fördermöglichkeiten:

• Wohnungsbauförderung des Landes Mecklenburg Vorpommern:
   nähere Informationen beim Landesförderinstitut MV
• Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
   nähere Informationen bei der KfW
• erhöhte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten (z.B. gem. § 7h EStG),
   nähere Informationen beim Bauamt der Hansestadt Rostock

Weitere Informationen gibt es in der RGS bei

Andreas Stoll, Tel. 0381/4 56 07 43 (Bereich Förderung)
Odett Freiberg, Tel. 0381/4 56 07 77 (Bereich Wettbewerbe)

Brauergasse 7
Gerberbruch 30a
Große Goldstraße 1
Brauergasse 8

Initiative Neues Wohnen in der Innenstadt – Zurück in die City. Schließung innerstädtischer Baulücken

Um privaten Interessenten die Entscheidung zum Bauen zu erleichtern und um gleichzeitig städtebaulich und architektonisch ansprechende Lösungen zu entwickeln, beteiligt sich die Hansestadt Rostock an der Landesinitiative "Neues Wohnen in der Innenstadt", die 2005 vom Landesministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus und der Architektenkammer M-V ins Leben gerufen wurde. Gefördert wird vorrangig der Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie kleinerer Mehrfamilienhäuser. Die Baumaßnahme soll der Schließung vorhandener Baulücken dienen. Das spezielle Rostocker Modell wird als ein Projekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik zusätzlich vom Bund unterstützt. Baulückenbesitzer und potenzielle Grundstückskäufer erhalten auf Antrag fachliche und finanzielle Unterstützung: Im Rahmen eines für die Bauherren kostenlosen kleinen Architekturwettbewerbes werden drei Vorplanungen im Wert von je 1.500 Euro erstellt, anschließend folgt die Entwurfsplanung. Diese kann bis zu einer Höhe von 5.000 Euro ebenfalls gefördert werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass sich das künftige Wohnhaus innerhalb des Sanierungsgebietes "Stadtzentrum Rostock" befindet und durch den Antragsteller selbst genutzt wird.

"Eine tolle Idee mit den verschiedenen Architekten. Mit dem Verfahren sind auch unsere Wünsche für unser Haus gereift."
"Das Haus wäre so ohne die Initiative Wohnen in der Innenstadt gar nicht gebaut worden."
"Durch die verschiedenen Architektenentwürfe haben wir ganz neue Ideen erhalten. So wurde unser Haus optimal nach unseren Wünschen geplant."

So äußerten sich Bauherren und Nutzer bereits realisierter Projekte zu dem Rostocker Wettbewerbsverfahren. Dafür gibt es gute Gründe: 

 8 gute Gründe Ihr Traumhaus in der Innenstadt im Wettbewerb zu finden

  1. Tolle Ideen! Durch die Erstellung von 3 verschiedenen Etwurfsvarianten
       stehen vielfältige, maßgeschneiderte Ideen und Lösungen für Ihre
       konkreten Wünsche zur Auswahl.

  2. Ihre Wünsche! Ihre Wünsche und Anforderungen als zukünftige
       Bauherren oder Nutzer sind besonders wichtig. Deshalb fließen sie bereits
       in die Wettbewerbsaufgabenstellung ein. Sie bilden eine wesentliche
       Vorgabe für die am Wettbewerb teilnehmenden Architekten.

  3. Ihre Entscheidung! Ein Gremium aus Bauherren und Experten
        begutachtet und diskutiert die 3 Wettbewerbsbeiträge und formuliert
        eine Empfehlung. Die letztendliche Entscheidung trifft der Bauwillige. 

  4. Keine Mehrkosten! Sie tragen keine zusätzlichen Kosten für das
       Wettbewerbsverfahren, wenn der prämierte Entwurf umgesetzt wird.
       Der Wettbewerb wird durch Städtebaufördermittel gefördert. 

  5. Zügige Planung! Das Verfahren ist erprobt und führt erfahrungsgemäß
       zügig zu einer Baugenehmigung. Manchmal geht es durch die Beteiligung
       der Ämter im Rahmen des Wettbewerbs sogar schneller als im
       Regelverfahren! 

  6. Ihr Architekt! Als Grundstückseigentümer können Sie einen
        Wettbewerbsteilnehmer selbst bestimmen. Ansonsten erfolgt
        die Auswahl im Losverfahren. 

  7. Wenig Aufwand! Informieren Sie sich bei der RGS über die Möglichkeiten. 
       Die erfahrenen Experten der RGS beraten und unterstützen Sie gern und
       organisieren und betreuen das gesamte Verfahren. 

  8. Zusätzliche Förderung! Zusätzlich zum Wettbewerb besteht auch die
       Möglichkeit Fördermittel für den Neubau zu beantragen. Die Förderung
       erfolgt als Festbetragsförderung bis höchstens 150 EUR/m² Nutzfläche.

   

Weitere Infos

So funktioniert es!

Realisierte Beispiele und Erfahrungen

 · Brauergasse 7, Große Goldstraße 1, Brauergasse 8 und Gerberbruch 30a 
   (zu finden im Altstadtplan Nr. 18 Zurück in die City )
 · Küterbruch
 · Alter Markt 7
 · Ellernhorst 4/5

Wettbewerbsausschreibungen
Grundstücke
Architektenkammer M-V
Landesministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus
Nationale Stadtentwicklungspolitik

 

Weitere Informationen gibt es in der RGS bei

Andreas Stoll, Tel. 0381/4 56 07 43 (Bereich Förderung)
Odett Freiberg, Tel. 0381/4 56 07 77 (Bereich Wettbewerbe)