Gestaltungsplan Erweiterungsgebiet "Ehemaliger Güterbahnhof"

Städtebauliche Rahmenplanung liegt vor

Die Städtebauliche Rahmenplanung  für das Erweiterungsgebiet "Ehemaliger Güterbahnhof" wurde durch die Rostocker Bürgerschaft im Oktober 2016 beschlossen. Die Erarbeitung der umfangreichen Unterlagen erfolgte unter aktiver Beteiligung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger im Rahmen dreier Einwohnerversammlungen und spiegelt die vielfältigen Interessen für die weitere Entwicklung des Gebietes wieder.

Als erste Maßnahme im Gebiet erfolgt aktuell die Sanierung der Bleicherstraße. Die Planungen für die Umgestaltung der Lindenstraße sind in Auftrag gegeben.

Im Bereich der Ernst-Barlach-Straße beginnt die Eurawasser Nord voraussichtlich im Frühjahr 2017 mit umfangreichen Leitungssanierungen, bevor nachfolgend auch die Fahrbahnen und Gehwege der Straße saniert werden. In diesem Zusammenhang werden auch, wie in der Städtebaulichen Rahmenplanung aufgeführt, die Ein- und Ausfahrten zum Erweiterungsgebiet im Bereich Bleicher- und Bahnhofstraße neu geregelt.

Blick in einen Innenhof des Quartiers 096 ehemalige Polizeidirektion
Die Lindenstraße ist Schulweg für die Schülerinnen und Schüler der Jenaplanschule.
Sogar Ruinen prägen noch das Stadtbild.

Städtebauliche Rahmenplanung analysiert Ist-Zustand und zeigt mögliche Entwicklung auf

1991 wurde der Kernbereich der Rostocker Innenstadt mit der Historischen Altstadt in einer Größe von 144 ha als Sanierungsgebiet "Stadtzentrum Rostock" ausgewiesen. Mit einer Erweiterung im Bereich des heutigen Petriviertels ergab sich bis 1997 eine Fläche von 151,3 ha. Nach inzwischen 24 Jahren sind weite Teile dieses Sanierungsgebietes vollständig durchsaniert. In bisher sechs Stufen wurde bis 2015 für eine Fläche von insgesamt 64,07 ha die Sanierungs-satzung aufgehoben.

Als potentielles Erweiterungsgebiet zum Sanierungsgebiet "Stadtzentrum Rostock" beschloss im Jahr 2005 die Rostocker Bürgerschaft die Durchführung vorbereitender Untersuchungen für den ehemaligen Güterbahnhof. Das Ergebnis dieser Voruntersuchungen zeigte, dass im „Untersuchungsgebiet Ehemaliger Güterbahnhof“ strukturelle sowie funktionelle Missstände vorliegen und die Notwendigkeit der Anwendung des besonderen Städtebaurechtes besteht. Die Vielzahl  und Komplexität der Missstände sowie die Freistellung der ehemaligen Bahnflächen, deren Privatisierung und damit der Wegfall der Barrierewirkung des ehemaligen Bahngeländes machen eine zusammenhängende und zeitlich überschaubare Gesamtmaßnahme erforderlich.

Daraufhin beschloss die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock im Jahr 2010 die Satzung über die förmliche Festlegung des Erweiterungsgebietes „Ehemaliger Güterbahnhof“ zum Sanierungsgebiet „Stadtzentrum Rostock“. Es galt daraufhin, in einem Städtebaulichen Rahmenplan Sanierungs- und Entwicklungsziele für das Erweiterungsgebiet zu formulieren. Dies ist ebenfalls Voraussetzung um die notwendigen baulichen Maßnahmen sowohl im öffentlichen als auch privaten Bereich mithilfe von Städtebaufördermitteln umsetzen zu können. Dieser Städtebauliche Rahmenplan wurde unter aktiver Beteiligung der betroffenen Eigentümer, Bewohner und Gewerbetreibenden erarbeitet. In der 1. Einwohnerversammlung und 2. Einwohnerversammlung  wurden gemeinsam Grundlagen und Ziele für die Städtebauliche Rahmenplanung formuliert. In der 3. Einwohnerversammlung konnten im Rahmen einer Arbeitsausstellung die Beteiligungs- und Planungsergebnisse vorgestellt und der Entwurf der Städtebaulichen Rahmenplanung erörtert werden. Im Oktober 2016 konnte die Rostocker Bürgerschaft die Städtebauliche Rahmenplanung für die weitere Entwicklung des Gebietes beschließen.