Große Teile der Anlagen, wie hier an der Teufelskuhle, präsentieren sich in einem Zustand, der weder ihre historische Bedeutung erkennen lässt, noch einen Aufenthalt angenehm macht.
Professor Pulkenat erläuterte auf dem Rundgang die Planungen und nahm Anregungen und Bedenken auf. (Foto www.rostock-heute.de)

Gartendenkmale Dreiwall- und Heubastion sollen ihrer Bedeutung gerecht werden

Die Wallanlagen sind als Baudenkmal und Denkmal der Garten- und Landschafts-gestaltung geschützte Grünbereiche mitten im Rostocker Stadtzentrum. Ursprüng-lich als Verteidigungsanlagen erbaut sind es heute wichtige innerstädtische Aufenthaltsorte und bedeutende Zeugnisse der Zeitgeschichte.

Im Auftrag der Hansestadt Rostock haben sich Professor Stefan Pulkenat aus Gielow und das Rostocker Planungsbüro WASTRA-Plan Ingenieurgesellschaft mbH gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Hannes Hamann mit der zukünftigen Entwicklung der Dreiwall- und Heubastion auseinandergesetzt. Grundlage dafür sind unter anderem die denkmalpflegerischen und grünpflegerischen Zielsetzungen, beschlossen durch die Rostocker Bürgerschaft, aber auch eingehende Baugrund- und Artenschutzuntersuchungen.

Die Entwürfe für die Gestaltung der Dreiwall- und Heubastion wurden auf der  Ortsbeiratssitzung am 17. Juni 2015 und auf einer Bürgerveranstaltung mit anschließender Vor-Ort-Begehung am 11. August 2015 vorgestellt. Die bis zum 30. September 2015 geäußerten Anregungen und Hinweise wurden ausgewertet und in der Ortsbeiratssitzung am 21. Oktober 2015 vorgestellt. Die Auswertung kann hier  eingesehen werden. Über die Sanierung der Heubastion in einem ersten Bauabschnitt hat der Landschaftsarchitekt Hannes Hamann am Freitag (19. Februar 2016) bei einer Begehung mit Vertreterinnen und Vertretern des Ortsbeirates Stadtmitte informiert. Wie vereinbart, wurde im Rahmen der Begehung die notwendigen Freimachungen gekennzeichnet und nochmals abgewogen werden. Die Ausführungsunterlage zur nun beginnenden Sanierung der Heubastion wurde in der Sitzung des Ortsbeirates Stadtmitte am 18. Januar 2017 noch einmal erläutert.

 

 

 

Die Treppenanlage zur Heubastion ist ein wichtiger Teil der Wegebeziehung in die Innenstadt. Die Visualisierung zeigt die mögliche Gestaltung.

Die Heubastion - "Altes Rondell" der mitteralterlichen Verteidigungsanlagen

Im Bereich der Heubastion befanden sich ein Wasserturm und bis zum Ende des 2. Weltkrieges eine befestigte Flak-Stellung. Die Anlagen wurden teilweise abgerissen und verfüllt. In den Hohlräumen befindet sich ein baufälliges Fledermausquartier, welches im Zuge der Baumaßnahmen fachgerecht ersetzt wird. Die nachträglich aufgebaute Stützwand wird im Frühjahr 2017 abgetragen und die ursprüngliche Böschungsform hergestellt. In dem Zusammenhang wird die desolate Treppenanlage abgerissen und eine neue, an die Böschungssituation angepasste Anlage, errichtet. Die zurzeit oberirdisch verlaufende Fernwärmeleitung wird unter die Böschung verlegt. Rasen- und Pflanzflächen sowie Bänke werden nach der Sanierung wieder zum Verweilen auf der Heubastion einladen und die Beleuchtung des oberen Wallweges für mehr Sicherheit sorgen.

Unterlagen der Planung können heruntergeladen werden:

Ausführungsplanung Heubastion Stand 11/2016
Planungsentwurf Heubastion Stand 10/2015
Plan Baumbestand Heubastion

Planungsentwurf Heubastion mit Baumkronen
Baumliste Heubastion

Visualisierung eines möglichen Blickes auf die Teufelskuhle nach Sanierung der Grünanlagen.

Die Dreiwallbastion - ein Festungsbauwerk aus der Barockzeit

Die Dreiwallbastion, ein beeindruckendes Festungsbauwerk der Barockzeit, ist ein Erdbauwerk mit drei Wällen auf einem fünfeckigen Grundriss, das die Teufelskuhle umschließt. Die Grünanlage einladender und erlebbarer zu gestalten, wird ein zukünftiges Sanierungsziel sein. Die vorhandene Bodenmodellierung kann dabei erhalten bleiben. Böschungsschäden müssen repariert und störende Mauern beseitigt werden. Der offene Charakter der Wallanlagen kann sich durch die Reduzierung des Gehölzbestandes und die Beseitigung von Sämlingsaufwuchs wieder entwickeln. Der wertvollen Baumbestand wird durch gezielte Freistellung dieser Bäume langfristig erhalten. Der Unterwuchs, vielfältig aus Strauch- und Wiesenflächen gestaltet, erhält mehr Licht und Luft und damit einen größeren Artenreichtum.

Ab Frühjahr 2017 wird im Zusammenhang mit der Sanierung der Heubastion zunächst die Beleuchtung des oberen Wallweges auch im Bereich der Dreiwallbastion integriert.  

Unterlagen der Entwurfsplanung können heruntergeladen werden:

Planungsentwurf Dreiwallbastion Stand 10/2015
Plan Baumbestand Dreiwallbastion
Planungsentwurf Dreiwallbastion mit Baumkronen
Baumliste Dreiwallbastion