Durch breite Öffentlichkeitsarbeit haben Anwohner und Besucher mehr Verständnis für die Belastungen die mit den Baumaßnahmen zunächst verbunden sind.

Städtebauliches Ensemble komplettieren

Die gegenwärtigen durch die RGS treuhänderisch begleiteten Projekte setzen das Bestreben fort, die Innenstadt und die angrenzenden Vorstädte wieder zu einem geschlossenen städtebaulichen Ensemble werden zu lassen. Hintergrund ist die Zerstörung großer Teile des über Jahrhunderte gewachsenen Rostocker Stadtkerns  im Zweiten Weltkrieg . In den Jahrzehnten des sozialistischen Städtebaus wurden zwar etliche Spuren des Krieges beseitigt. Dies erfolgte jedoch oft auf Kosten von Funktion und Gestaltung und entspricht z. T. nicht den heutigen Anforderungen an eine moderne City, die Komponenten wie Stadtsilhouette, Grünraumsysteme, Nutzungsstruktur und Materialeinsatz tiefgreifender berücksichtigen. So gilt es bei der Umgestaltung der Vorfläche des Kröpeliner Tores, unter Beachtung denkmalpflegerischer Aspekte den historischen Platz als Haupteingangsbereich zur Innenstadt wieder herzustellen und gleichzeitig die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sowie der angrenzenden Geschäftsinhaber zu berücksichtigen. 

Bei der Entwicklung des Petriviertels wird durch Abriss, Neuordnung und Bebauung des Gebietes zugleich ein Jahrzehnte alter städtebaulicher Misstand beseitigt und dem Bedürfnis nach modernen Wohnungen in der Innenstadt entsprochen.