Sanierungsziel ist es, die individuellen Besonderheiten der Straßen herauszuarbeiten und dennoch die heutigen Verkehrsanforderungen zu erfüllen

Straßen und Plätze - ein funktionierendes Geflecht

Ein Geflecht von Straßen und Plätzen durchzieht seit Jahrhunderten die Rostocker Innenstadt. Seit jeher wurde es den jeweiligen Bedürfnissen angepasst, damit die Menschen - zu Fuß, zu Pferd, mit dem Rad oder dem Auto - gut von einem Punkt zum anderen kamen, damit Waren vom Hafen in die Speicher und Lebensmittel von den Bauern auf die Märkte kamen. 

Seit Anfang der 1990er-Jahre müssen Rostocks Straßen und Plätze wieder einmal neuen Anforderungen entsprechen, was die Stadtplaner vor große Herausforderungen gestellt hat. Ein wesentliches Ziel war dabei die Entlastung des Rostocker Stadtzentrums vom Durchgangsverkehr durch einen Tangentenring. Eine entsprechende Maßnahme war die Verbindungsstraße Schröderplatz-Warnowufer, die 2006/07 zu den großen, im Auftrag der Hansestadt durch die RGS koordinierten Rostocker Verkehrsprojekten zählte. Der Entlastung der Östlichen Altstadt dient seit August 2011 die neu angelegte Warnowstraße, die zusammen mit dem 2009/10 ausgebauten Knoten Mühlendamm und dem weiter östlich gelegenen Verbindungsweg Rövershäger Chaussee die östliche Tangente bildet.

Aber nicht nur Autofahrer haben von den Sanierungsmaßnahmen profitiert. Mit der Neugestaltung des Neuen Markts ging die Einrichtung einer neuen Straßenbahnhaltestelle direkt am Rathaus einher; und auf dem Doberaner Platz als einem der wichtigsten Knotenpunkte von Bus und Straßenbahn sind die Umsteigemöglichkeiten erheblich sicherer und attraktiver geworden.

 Neben diesen großen Straßenbauprojekten hat die RGS auch zahlreiche kleinere Projekte betreut, die die Infrastruktur für die Anwohner verbesserten und auch stark zur Attraktivität der Innenstadt beitrugen. Ein herausragendes Beispiel ist hierfür die Altschmiedestraße in der Östlichen Altstadt.

 Bei der Anpassung zahlreicher Plätze an die neuen Anforderungen der Zeit ging es aber nicht nur um die Optimierung des Straßenverkehrs, sondern auch um Aufenthaltsqualität. Eines der markantesten Beispiele ist auch hier der bereits genannte Neue Markt, der sich vom Parkplatz an einer Durchfahrtsstraße zum bunten und gut besuchten verkehrsfreien Wochenmarkt am Rathaus entwickelt hat. Der Alte Markt markiert nach seiner Umgestaltung den Geburtstort der Stadt, und der Universitätsplatz wird seiner Bedeutung als Herz der City gerecht. 

Mit der Schließung des Tangentenrings um die Innenstadt, mit der Sanierung zahlreicher kleiner Altstadtstraßen und mit der Umgestaltung vieler Plätze ist Rostocks City inzwischen für die heutigen Anforderungen gerüstet. Die RGS hat daran einen erheblichen Anteil.