Kleine Teiche mit hübschem Umfeld und der neu gestaltete "Mühlenpark" haben Toitenwinkel ein freundliches Gesicht gegeben.

Toitenwinkel – der Bevölkerungsrückgang ist gestoppt

Toitenwinkel war der letzte Rostocker Stadtteil, der im Rahmen des sozialistischen Wohnungsbauprogramms begonnen wurde. 1987 startete der Hochbau, und bis 1990 waren rund 60 Prozent der schließlich gut 6.500 Wohnungen errichtet. Damals war Toitenwinkel Deutschlands Stadtteil mit dem niedrigsten Altersdurchschnitt. Nach der Wende entstand das letzte große Quartier, das sich von der übrigen Bebauung durch eine individuelle Architektur abhob. Ebenfalls zum Stadtteil gehören das namengebende Dorf Toitenwinkel und die Siedlung im Hafenbahnweg mit rund 400 Plattenbauwohnungen.

Von knapp 19.000 Einwohnern im Jahr 1992 sank deren Zahl auf knapp 13.200 Ende 2011. Die Gründe für den Bevölkerungsrückgang lagen wie auch in Groß KleinSchmarlDierkow und Evershagen im gesellschaftlichen Wandel. Viele Toitenwinkler verließen auf der Suche nach Arbeit die Stadt oder zogen in andere, attraktivere Viertel.

Toitenwinkel war neben Dierkow der erste Rostocker Stadtteil, der 1993 ins Städtebauförderprogramm zur Wohnumfeldverbesserung aufgenommen wurde. Ab 2002 flossen auch Gelder aus dem Programm "Stadtumbau Ost", und ab 2006 aus dem Programm "Die Soziale Stadt".

Seit Mitte 2009 ist der Bevölkerungsrückgang nicht nur gestoppt, sondern konnte in einen leichten Anstieg gewandelt werden. Ende 2015 wohnten 13.775 Menschen in Toitenwinkel. Mit dem Greifen der Städtebauförderprogramme hat sich die Infrastruktur deutlich verbessert; v. a. die angelegten Freiflächen und Grünanlagen haben die Wohnqualität deutlich erhöht. Nicht zuletzt haben die Wohnungsunternehmen durch umfangreiche Modernisierungen zu einem freundlichen Erscheinungsbild des Stadtteils beigetragen.

Die RGS koordiniert im Auftrag der Hansestadt Rostock die Förderprogramme und setzt die Maßnahmen um.

Aktuelle Projekte im Rahmen der Städtebauförderung in Toitenwinkel

  • Modernisierung der Kita "Am Wäldchen", Albert-Schweizer-Straße 25
    Diese Maßnahme wird durch den KOE (Kommunaler Eigenbetrieb und Objektbewirtschaftung der Hansestadt Rostock) durchgeführt und mit 1,5 Millionen Euro bezuschusst.