Zahlreiche über die Förderprogramme finanzierte Maßnahmen helfen, Schmarl wieder attraktiv werden zu lassen.

Schmarls Einwohnerzahlen steigen wieder

Schmarl ist der kleinste der fünf Stadtteile im Rostocker Nordwesten. In seiner heutigen Form entstand er zwischen 1976 und 1979; das historische, 1934 nach Rostock eingemeindete Dorf Schmarl gab ihm seinen Namen.

Schmarl gehörte in den 1980er-Jahren zu den beliebtesten Wohngebieten Rostocks und war Dank der Architektur und seiner guten Infrastruktur von fünf Schulen, fünf Kindertagesstätten, zwei Sporthallen, zwei Kaufhallen, Kino und Bibliothek auch überregional bekannt. Trotzdem machte die Änderung der Bevölkerungsstruktur nach 1990 auch vor Schmarl nicht Halt: Von den einst 16.000 Bewohnern waren 1992 noch rund 13.500 in Schmarl zuhause, Ende 2007 war ein Minusrekord von 7.543 Einwohnern erreicht. Mit dem Wohnungsleerstand einher ging die Schließung sozialer und kultureller Einrichtungen; der bauliche Zustand von Straßen und Plätzen verschlechterte sich. 

Mit der Aufnahme Schmarls in die drei Städtebauförderungsprogramme  "Wohnumfeldverbesserung" (2001), "Die Soziale Stadt" (2001) und "Stadtumbau Ost" (2002) konnte die Entwicklung gestoppt werden. Zahlreiche Maßnahmen machen sichtbar, dass die Hansestadt Rostock bestrebt ist, den Stadtteil wieder liebens- und lebenswert zu machen. Positiv wirkten sich auch das Engagement der Wohnungsunternehmen bei der Sanierung ihres Bestandes und die enorme Aufwertung des Umfelds durch die Internationale Gartenbauausstellung 2003 aus.

Ende 2014 zählte Schmarl 8.616 Einwohner - erneut konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Einwohnerzuwachs verzeichnet werden. Neben den baulichen Maßnahmen und der Verbesserung der Infrastruktur setzte auch die Einrichtung eines Stadtteilbüros im Jahr 2002 Zeichen. Ein hauptamtlicher Quartiermanager ist seitdem Ansprechpartner für Bürger, die sich für den Stadtteil interessieren und sich in das gesellschaftliche Leben einbringen möchten. Intensiv wahrgenommen wird diese Möglichkeit z. B. im Rahmen der "50.000 Euro-Bürgerprojekte" und des Verfügungsfonds.

Aktuelle Projekte im Rahmen der Städtebauförderung in Schmarl

  • Der Rückbau des Bolzplatzes und der Neubau des Spielplatzes im Innenhof der A.-J.-Krusenstern-Straße sind abgeschlossen. Die Gesamtkosten betrugen rd. 132.000 Euro.
  • Umsetzung von Bürgerprojekten