Die Unterstützung der Wirtschaft im Stadtteil war Ziel des Modellprojekts "Lokale Wirtschaftsförderung".

Projekt "Lokale Wirtschaftsförderung" zur Stärkung ansässiger Unternehmen

Im Rahmen des Förderprogramms "Die Soziale Stadt" wurde in Rostock das Modellvorhaben "Büro für stadtteilbezogene Wirtschaftsförderung und gewerbliche Bestandspflege" ("Lokale Wirtschaftsförderung") ins Leben gerufen. Ziel war es, in Groß KleinSchmarl, Dierkow und Toitenwinkel die vorhandene lokale Wirtschaft zu stärken und neue gewerbliche Nutzungen anzusiedeln.

Mit dem Projekt betraut wurden die Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock GmbH Rostock Business und der Unternehmerverband Rostock und Umgebung e. V.. Beide verfügen über das notwendige Knowhow und haben gemeinsam mit der Stadt und der RGS als Koordinatorin sowie den Stadtteilpartnern ein erfolgreiches Konzept erarbeitet und umgesetzt.

In einem ersten Schritt wurde der Kontakt zu den Gewerbetreibenden und Vermietern gesucht, um deren Bedarfe und Vermarktungsziele zu analysieren und schnell Angebote machen zu können. Ebenso gab es Gespräche mit Anwohnern zu deren Wünschen. Zu den Eigentümern von Immobilien wurden enge Netzwerke aufgebaut, in deren Ergebnis bundesweite Filialisten wie z. B. "Baby Walz" in Dierkow oder auch Rostocker Unternehmen in den Stadtteilen angesiedelt werden konnten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der lokalen Wirtschaftsförderung war die Etablierung von Plattformen für die lokale Unternehmerschaft. Die Unternehmen im Quartier sind in der Regel so klein, dass die personelle Kraft für ein Engagement bei gemeinschaftlichen Interessen wie Gewerbevereinen nicht ausreicht. So hat die lokale Wirtschaftsförderung in Kooperation mit den Stadtteilmanagern Formate wie "Frauenwirtschaft Nordost - Toitenwinkel", "Gewerbefrühstück am Hannes-Meyer-Platz - Dierkow" und "Gewerblicher Stammtisch" entwickelt, um interessierte Gewerbetreibende z. B. in betriebswirtschaftlichen Fragen zu beraten. Um die Dynamik der Existenzgründungen im Stadtteil zu erhöhen, wurde außerdem das Landesprojekt "Leinen Los" davon überzeugt, seine Existenzgründerseminare in den Nordosten zu verlegen, was erheblich zur Steigerung der Resonanz bei Teilnehmern beitrug.

Das Modellprojekt "Lokale Wirtschaftsförderung" ist Ende 2010 nach erfolgreicher Arbeit ausgelaufen.

Ergebnisse des Modellvorhabens "Lokale Wirtschaftsförderung" (Auswahl)

  • Ansiedlung eines Wochenmarktes in Dierkow als zusätzliche Magnetwirkung für das Stadtteilzentrum
  • Ansiedlung von Unternehmen mit insgesamt 78 Arbeitsplätzen in den Stadtteilen  bzw. in angrenzendem Gewerbegebiet (u. a. Callcenter, Gärtnerei, Handwerksbetrieb)
  • Ansiedlung einer Modell-Werkstatt auf 900 qm in einem leerstehenden Postgebäude mit 10 Arbeitsplätzen
  • kurzfristige Mobilisierung von privaten Investitionen von ca. 1 Million Euro für gewerbliche Nutzungen
  • Unterstützung der Marketing-Initiative Klenow-Tor Groß Klein
  • Verbesserung der Parksituation am Klenow-Tor im Interesse der Laufkundschaft
  • Aufwertung des Umfeldes Schmarler Zentrum I