Groß Klein wurde 1999 ins Förderprogramm "Stadtumbau Ost" und 2001 ins Programm "Die Soziale Stadt" aufgenommen. Die Gelder flossen u. a. in die Modernisierung der sozialen Infrastruktur und in die Neugestaltung von öffentlichen Straßen, Plätzen und Grünbereichen.

Groß Klein - Wende zur positiven Entwicklung geschafft

Groß Klein ist der jüngste Stadtteil im Rostocker Nordwesten. Er entstand zwischen 1979 und 1983 und hatte 1990 über 22.000 Einwohner. Die vergleichsweise moderne Bausubstanz mit einer relativ guten Wärmedämmung hatte dazu geführt, dass Groß Klein von den Wohnungsunternehmen erst später zum Sanierungsschwerpunkt erklärt worden war. Starke Bevölkerungsverluste waren zu verzeichnen, weil viele Familien nicht nur der Arbeit in westliche Bundesländer folgten, sondern auch ins Eigenheim oder in sanierte Wohnungen in anderen Stadtteilen der Hansestadt zogen. 

Mittlerweile haben die Wohnungsunternehmen die Gebäude in Groß Klein nahezu vollständig modernisiert und ihre Grundstücke ansprechend gestaltet. Der Rückbau hunderter Wohnungen in Folge der zurückgehenden Einwohnerzahlen wurde vielfach in Form interessanter architektonischer Lösungen realisiert. Mit der Aufnahme in die Förderprogramme "Stadtumbau Ost" (1999) und "Die Soziale Stadt" (2001) standen auch für die Modernisierung der sozialen Infrastruktur und die Neugestaltung von öffentlichen Straßen, Plätzen und Grünbereichen finanzielle Mittel zur Verfügung. Die seitdem realisierten Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Einwohnerzahlen sich stabilisiert haben und von rund 12.100 (2005) wieder auf rund 12.900 gestiegen sind.

Neben den investiven Maßnahmen hat die Einrichtung eines Stadtteilbüros mit einer hauptamtlichen Quartiermanagerin maßgeblich zur positiven Entwicklung Groß Kleins beigetragen. Die RGS war Trägerin des Stadtteilbüros bis zum Ende des Förderzeitraums 2013.