Teile der Kröpeliner-Tor-Vorstadt haben sich durch das URBAN-Projekt zum attraktiven "Szeneviertel" der Hansestadt Rostock entwickelt.

Management von EU-Projekten: das Beispiel URBAN

Die RGS arbeitet nicht nur mit unterschiedlichen Bundes- und Landesprogrammen, sondern auch mit verschiedenen Förderprogrammen der Europäischen Union. Die RGS hat die Projekte dabei von der Antragstellung über die Umsetzung der Zuwendungsbescheide bis zur erfolgreichen Nachweisführung begleitet.

Repräsentative Projekte, die aus den beiden großen EU-Fonds EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und ESF (Europäischer Sozialfonds) finanziert wurden, sind z. B. die Umgestaltung des Friedhofsweges in der Innenstadt und die Anlage des Groß Kleiner Uferwegs. 

Aber auch die Umsetzung ganzer Programme wurde bereits durch die RGS realisiert. Das für Rostock augenfälligste Beispiel ist das URBAN-Projekt in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV). Das um 1900 als Arbeiterviertel entstandene, rund 41 Hektar große Fördergebiet ist Teil der KTV und hatte Anfang der 1990er-Jahre erhebliche Arbeitsplatzverluste zu verzeichnen: Die Erwerbslosenquote betrug 1997 rund 34 Prozent. Städtebauliche und soziale Probleme sowie mangelnde wirtschaftliche Aktivitäten charakterisierten die Situation.

Für das von 1996 bis 2001 laufende URBAN-Projekt standen rund 15 Millionen Euro zur Verfügung; davon allein 12,5 Millionen Euro aus dem EFRE und dem ESF. Ziel war es, über ein Bündel an wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen sowie Beschäftigungsmaßnahmen dem Negativimage des Quartiers entgegen zu wirken und die Lebensqualität für die Bürger nachhaltig zu verbessern. Die Förderung wirtschaftlicher Aktivitäten wie Existenzgründungen, Straßenbau und Stadtteilmanagement, die Gestaltung von Plätzen, grünen Oasen und die Schaffung sozialer Netze stellten nur einen Teil der geförderten Aktivitäten dar.

Die RGS hatte im Auftrag der Hansestadt Rostock einen umfangreichen Förderantrag erarbeitet und konnte sich damit erfolgreich innerhalb des Landes unter allen Mitbewerbern durchsetzen.

Das Rostocker URBAN-Projekt galt im Ergebnis verschiedener Prüfungen, u. a. durch den Europäischen Rechnungshof, als eines der gelungensten deutschen URBAN-Projekte überhaupt. Auch finanztechnisch wurde der RGS und der Hansestadt Rostock ein verantwortungsvoller und kompetenter Umgang mit Fördermitteln testiert.